RH #359Interview

HAVOK

Alle gegen alle

Havok

Viele Bands sind dann am kreativsten, wenn die Wut oder das Leid am größten sind – dazu könnte man auch die US-Thrasher HAVOK zählen, die auf ihrem vierten Studioalbum „Conformicide“ erneut ihren durchaus kritischen Gedanken Luft machen und eine Platte mit viel Substanz abliefern. Sänger, Gitarrist und Mainman David Sanchez gewährt uns einen tieferen Einblick in die Welt HAVOKs.

David, euer Album heißt „Conformicide“, dieses Wort existiert so ja nicht. Könnte man es so interpretieren, dass die Leute sich und ihre Individualität dadurch töten, dass sie alle blind demselben Mist folgen, also „Conformicide“ als „Suicide“?

»Das ist eine coole Interpretation, ursprünglich haben wir das Album aber so genannt, um auf das Problem der Konformität aufmerksam zu machen. Es steht eher dafür, die Konformität selbst zu töten, weil Individualität viel stärker und mächtiger ist, als sich nur anzupassen.«

HAVOK sind ja recht bekannt dafür, politische Themen oder andere Probleme, die die Welt betreffen, aufzugreifen. Dementsprechend gehe ich davon aus, dass du auch ein Mensch mit einer politischen Meinung bist und an der Präsidentschaftswahl in den USA teilgenommen hast?

»Ja, habe ich.«

Und was denkst du über das Ergebnis?

Er lacht: »Ich bin skeptisch.«

Skeptisch ist noch nett ausgedrückt, wenn man bedenkt, dass es sich bei Donald Trump um einen Mann handelt, der einen Scheiß auf essenzielle Werte wie Freiheit und Gleichheit gibt.

»Allerdings, wobei meiner Meinung nach keiner der beiden Kandidaten...

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