RH #358Krach von der Basis

DERANGED

Ein bisschen erwachsen

Deranged

DERANGED sind die vielleicht unschwedischste Death-Metal-Band aus Schweden. Seit 1991 frönen sie unverdrossen dem brutalen Ami-Death. Und mit „Struck By A Murderous Siege” überraschen sie mit einem Album, das man ihnen so nicht mehr zugetraut hätte.

Die Stadt, die man auf dem Cover von „Struck By A Murderous Siege” sieht, scheint ein ernsthaftes Kriminalitätsproblem zu haben. Was ist da los?

»Die Stadt wird von einem Mörder terrorisiert«, erklärt Gitarrist Thomas Ahlgren. »Das Cover bezieht sich natürlich auf die Texte, in denen es um verschiedene Mörder geht, geschildert aus unterschiedlichen Perspektiven. Wie immer bei DERANGED wurde das Cover von Mike Hrubovcak gemalt, und ich finde, dass es ein richtig schönes Achtziger-Jahre-Horror-Feeling transportiert.«

Eure Lyrics drehten sich schon immer um Horror und Gore. Wächst man da nicht irgendwann raus?

»Wie du schon sagst, war das bei DERANGED bereits immer so. Etwas daran zu ändern, würde bedeuten, einen Teil von dem aufzugeben, was die Band ausmacht. Stell dir mal vor, wir würden uns plötzlich politisch positionieren oder so. Das wäre nicht DERANGED. Ich finde, dass brutale Musik auch brutale Texte braucht. Andererseits sind die Lyrics nicht mehr so direkt wie früher. Manche sind etwas tiefgründiger, also sind wir in der Hinsicht vielleicht doch ein bisschen erwachsener geworden.«

Zugegeben: Ich habe eine Weile gebraucht, um zu merken, dass „Struck...” nicht nur ein gutes, sondern ein sehr gutes Album ist. Durch viele kleine...

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