RH #357Interview

WARPATH

Zurück aus der Wüste

Warpath

Für WARPATH erfand ein verrauchtes Marketinggehirn Anfang der Neunziger den schönen Begriff „Hate Metal“. Mit „Bullets For A Desert Session“ sind die Hamburger nun zurück auf dem Kriegspfad – oder besser gesagt Sänger Dirk „Dicker“ Weiss, der immer noch fiese Musik macht, dem Hass ansonsten aber abgeschworen hat.

Über 20 Jahre nach dem Bandsplit eilt WARPATH immer noch ein gewisser Ruf voraus. Zwischen 1992 und 1996 kotzten die Hamburger vier astreine Wutbrocken irgendwo zwischen Carnivore, Celtic Frost und damals zeitgemäßem Thrash heraus, die von der Kritik allesamt anerkennend abgenickt wurden. Dazwischen gab es aber auch jede Menge Ärger. Mal wurde der Band – zu Unrecht – ein Nahverhältnis zur rechten Szene vorgeworfen, ein anderes Mal brüstete sich Drummer Krid in Interviews, „MTV Headbangers Ball“-Moderatorin Vanessa Warwick angepöbelt zu haben, dann wiederum gerieten sich die Jungs selbst in die Haare, was im Rauswurf von Sänger Dirk „Dicker“ Weiss gipfelte. Zwei Dekaden später hebt besagter Dirk entspannt den Telefonhörer ab, zündet sich erst mal ein Zigarettchen an und erklärt freundlich und in aller Ruhe, warum, wieso, weshalb. WARPATH Reunion also:

»Zunächst einmal war ich total überrascht und noch viel mehr erfreut, dass sich immer noch Leute an unsere Band erinnern. Wenn man nach 20 Jahren hier in Hamburg auf einem Festival herumläuft und die Leute reden einen an: „Ey, du bist ja der Sänger von WARPATH“, dann ist das schon hammermäßig. Ich habe Mädels...

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