RH #357Interview

RIK EMMETT

Gott? Musik!

Rik Emmett

In Nordamerika feierte RIK EMMETT mit dem Power-Trio Triumph Riesenerfolge, wohingegen die Torontoer (ähnlich wie ihre Stadtnachbarn Rush und Max Webster) in Europa nie einen so hohen Status erlangten. Vielleicht auch deshalb zeichnet sich der Komponist, Gitarrist und Sänger durch Understatement aus – oder ist es etwa das Alter? Hört man „RES9”, das jüngste Album des Sympathiebolzens mit Band, meint man allerdings beileibe nicht, einem greisen Ex-Star zu lauschen.

Rik, mit Alex Lifeson und James LaBrie hast du zwei prominente kanadische Musiker ins Studio gebeten. Ihr steckt da oben alle unter einer Decke, oder?

»Sozusagen (lacht). Ursprünglich meinte mein Label, das Album könnte mehr Aufsehen erregen, wenn ich bekannte Kollegen als Gäste einladen würde. Alex lag nahe, weil wir uns schon ewig kennen, und er ist ein lieber Mensch, also stand seine Beteiligung außer Frage. Ich wollte meine Band nicht in den Schatten stellen, also beließen wir es bei zwei Außenstehenden. James kannte ich vorher nur vom Namen her, aber wir haben uns sehr gut verstanden. Heute muss man sich angesichts des Internets eben medienwirksam in Szene setzen.«

Handelt davon, also von der Hektik und Flüchtigkeit des Alltags in der Moderne, auch ´Human Race´?

»Ein bisschen, aber wie in allen Texten auf dem Album setze ich mich viel mehr mit der Frage auseinander, warum ich den ganzen Kram – Musik, Rock – überhaupt noch mache. Was treibt mich an, weiter auf der Gitarre dazuzulernen und Songs zu schreiben? Damit...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.