RH #356Krach von der Basis

TZUN TZU

Gefangen in Down Under

Tzun Tzu

Death-Metal-Bands aus Ozeanien genießen seit jeher den Ruf, musikalisch abseits der Norm zu lärmen und in puncto Soundbild spezieller zu sein. Das trifft auch auf die 2003 gegründeten Australier TZUN TZU zu, die soeben mit „The Decay Of Golden Gods“ eine neue EP veröffentlicht haben und eine Art orientalisch anmutenden Extrem-Death-Metal zocken.

Sänger/Gitarrist Don Taylor klärt zunächst einmal über die Herkunft des reichlich ungewöhnlichen Bandnamens auf:

»Der Name TZUN TZU geht zurück auf den chinesischen Autor des Kriegsstrategiewerkes „The Art Of War“. Der Philosoph und General Sun Tsu schrieb das Buch vor mehr als 2.500 Jahren, TZUN TZU ist gewissermaßen eine Abwandlung beziehungsweise Variation seines Namens.«

Ihr spielt keineswegs den typischen Death Metal, den man gemeinhin aus Nordamerika oder Skandinavien kennt. Ich nehme an, dass ihr euch einer großen Bandbreite an Einflüssen bedient.

»Ich spiele diese Musik seit mehr als 20 Jahren, von daher kommen meine Einflüsse von den Pionieren der Extrem-Death-Metal-Bewegung, namentlich Morbid Angel, Immolation und Incantation. Alle in der Band haben verschiedene Metal- und Nicht-Metal-Einflüsse, auch das Leben an sich und Literatur beeinflussen uns stark.«

Wie schwer hat man es in Down Under als Death-Metal-Band, weit weg von den Hotspots der Szene?

»Sehr schwer, wir sind quasi isoliert hier unten, aber das fördert auch die Kreativität und den Individualismus. Viele australische Bands klingen eigenständig und manchmal...

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