RH #356Interview

HERMAN FRANK

»Papa, das kennen wir schon!«

Herman Frank

Power Metal, Heavy Metal oder High Energy Rock? So ganz leicht fällt die Einordnung von „The Devil Rides Out“ nicht. Klar ist aber, dass HERMAN FRANK unter seinem eigenen Namen mit einem verdammt starken Album am Start ist, in das er all die kreative Energie gesteckt hat, die er bei Accept nicht ausleben konnte.

Herman, du machst ja nicht erst seit gestern Musik. Passiert es dir manchmal, dass du eine Idee hast, die du cool findest, aber dann nach kurzer Zeit merkst, dass du sie 1992 schon mal verbraten hast?

»Ich versuche das möglichst zu vermeiden (lacht). Aber klar ist natürlich auch, dass man irgendwann seinen Stil gefunden hat und dabei bleibt. Ich will auch gar nicht krampfhaft versuchen, irgendwas ganz anders zu machen. Meistens kommen die Ideen beim Üben und Vor-sich-hin-Spielen. Sicherlich denkt man manchmal: „Das gab´s doch so ähnlich schon mal.“ Andererseits, wenn HERMAN FRANK draufsteht, wollen die Leute ja auch, dass es nach HERMAN FRANK klingt. Doch wenn es etwas Altem zu ähnlich ist, ist es natürlich gut, wenn man es merkt (lacht). Aber hey, das passiert halt einfach. Wenn man dann beim Solo merkt, dass man zum fünften Mal den gleichen Lauf oder Triller spielt, dann denkt man sich schon: „Vielleicht sollte ich mal was Neues einüben.“ Doch ich lass mich dabei eben gerne treiben und will da auch nicht mit dem Rechenschieber drangehen. Das muss einfach aus dem Bauch und aus dem Herzen kommen.«

Gibt es Phasen, wo die Inspiration besonders stark ist, oder...

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