RH #356Interview

HOBBS ANGEL OF DEATH

Man kann nicht immer 666 sein

Hobbs Angel Of Death

Peter Hobbs ist mit HOBBS´ ANGEL OF DEATH seit drei Dekaden eine feste Größe im Extrem-Metal-Underground. Anlässlich der europäischen Veröffentlichung des aktuellen Albums „Heaven Bled“ meldet sich der leicht kauzige Gitarrist und Sänger aus dem sommerlichen Australien.

»Hier ist es gerade total schön. Aber ärgert euch in Deutschland nicht über den Winter. Schnappt euch lieber ein Snowboard und macht das Beste aus dem Wetter. Das Leben vergeht viel zu schnell. Man sollte es nutzen, egal unter welchen Voraussetzungen.«

Okay, das mache ich dann gleich nach unserem Interview. Zuletzt haben wir uns vor über drei Jahren in den Berliner Musiclab-Studios getroffen, als du mit Produzent Harris Johns an „Heaven Bled“ gearbeitet hast. Was man damals hören konnte, klang eigentlich ziemlich gut.

»Nein. Die Aufnahmen hatten kein Herz, keine Seele, kein Gefühl. Man konnte es drehen und wenden, wie man wollte, es fehlte einfach was. Ich bin inzwischen älter und weiser und weiß genau, was ich will und was ich von anderen erwarte.«

Also hast du die Sessions in die Tonne getreten.

»Zunächst probierte ich, die fehlenden Parts in Australien fertigzustellen, aber auch das hat mich nicht überzeugt. Dann lernte ich ein paar Italiener kennen, die inzwischen meine europäische Tourbesetzung sind. Ich habe ja in verschiedenen Territorien wechselnde Begleitmusiker. Diese Typen haben mich total begeistert. Sie sind jung und hungrig und sehen in mir eine Art Vaterfigur. Wir sind inzwischen enge...

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