RH #356Interview

SPIRITUS MORTIS

»Ich kotze Finsternis«

Spiritus Mortis

Sami Hynninen könnte mit einer Reunion von Reverend Bizarre Kohle scheffeln, wie er selbst sagt, mimt aber lieber weiter den schrulligen Underdog. Gemeinsam mit Kari Lavila (g.), Jussi Maijala (g.) und Teemu Maijala (b.) hat der Sänger gerade „The Year Is One” veröffentlicht, eine starke Doom-Platte mit genug Stoff für ein lebhaftes Gespräch zu viert.

Sami, du befasst dich eingehend mit Okkultismus und alternativen Weltbildern. Woher rührt dieses Interesse, und wie äußert es sich in deiner Person?

Sami: »Es fing schon früh in meiner Kindheit an. Ich fühlte mich dieser anderen Welt irgendwie verbunden und las natürlich viel darüber. In Lohja, wo ich herkomme, gab es in den Achtzigern nicht viel zu tun. Ich stellte mir im Lauf der Jahre eine umfangreiche okkulte Bibliothek zusammen, aber im Grunde bedeuten mir persönliche Erfahrungen mehr als festgeschriebene Lehren. In letzter Zeit schlug sich diese Besessenheit leider auf meine Gesundheit nieder, weshalb ich Ende 2015 einen Schlussstrich ziehen musste. Ich konzentriere mich jetzt auf die grundlegenden Dinge und das Wesentliche. Komplexe esoterische Theorien können dir fies den Kopf verdrehen, wodurch du dauerhaften Schaden nimmst. Ich fühle mich immer noch zu alledem hingezogen, bleibe aber eisern, weil ich mich von diesem Burnout erholen will.«

Sprecht ihr darüber auch in der Band?

Sami: »Selten im Zusammenhang mit den Texten. Streng genommen habe ich die Maijala-Brüder auch schon seit sechs Jahren nicht mehr persönlich...

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