RH #355Krach von der Basis

INCARCERATION

Dämonische Rohstoffverwertung

Incarceration

Nach ihrer 2013 erschienenen EP „Sacrifice“ hauen INCARCERATION mit „Catharsis“ nun ihr langerwartetes Debütalbum raus. Daniel da Silva, Fronter des brasilianisch-deutschen Old-School-Death-Trios, gewährt uns einen tieferen Einblick in die Band-Philosophie.

Daniel, wie fühlt es sich an, endlich eure erste Full-length-Platte in den Händen zu halten?

»Frust! Purer Frust, haha! Nein, nein, das Gefühl ist genau das Gegenteil. Wir fühlen so etwas wie eine große künstlerische Zufriedenheit – aufgrund des abgeschlossenen Projekts, des Resultats und der Aufregung hinsichtlich der Momente, die dieses Album uns dreien bringt.«

Der Opener ´Evoking The Possession´ klingt auch so, als wärt ihr ziemlich besessen von etwas. Man spürt in jedem Song eine Menge Leidenschaft, ein inneres Feuer – kannst du dich damit identifizieren?

»Ja, total! Ein Ziel ist es, genau dieses Feuer in uns und in den Hörern zu entfachen. Manche kennen dies als „Todestrieb“, andere als „Thanatos“. Ich bezeichne, sehe und fühle es einfach als „innere Dämonen“ – ich meine diese destruktive und sadistische Seite, die wir alle in uns haben. ´Evoking The Possession´ als Opener hat zum Ziel, diese Dämonen aufzuwecken – genau für diese ist die Musik von INCARCERATION da.«

„Catharsis“ steht für die Befreiung der Seele. War die Arbeit an dem Album für euch eine derartige Befreiung, oder ist sogar das Musikmachen generell befreiend?

»Richtig, und Katharsis bedeutet nicht nur die Befreiung, sondern auch die Heilung der Seele durch...

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