RH #355Interview

SISTER

Keine Zeit für Träume

Sister

Nomen est omen: Dieser Tage beglücken uns die Schweden-Sleazer SISTER mit ihrem dritten Studioalbum, dessen Titel „Stand Up, Forward, March!“ wie eine Kampfansage klingt. Wohin die Reise geht, warum die Platte viel melodischer als die bisherigen Releases der Truppe klingt und über welche Themen man besser nicht singt, verrät uns Frontmann Jamie Anderson im Interview.

Jamie, im Frühjahr hat euer langjähriger Bassist Rikki Riot seinen Ausstieg aus der Band verkündet. Wenige Tage später habt ihr bekannt gegeben, dass Crashdiets Martin Sweet ab sofort bei euch den Viersaiter schwingen wird. Was war da los?

»Rikki erklärte uns eines Tages, dass er sich in seinem Leben fortan gerne auf andere Dinge konzentrieren würde. Ich kann natürlich nicht für ihn sprechen, aber Menschen entwickeln sich ständig weiter. Manchmal hat man einfach Lust, etwas Neues auszuprobieren. Dazu kommt, dass es heutzutage nicht einfach ist, in der Musikbranche tätig zu sein. Man muss eine Menge Zeit und Geld investieren und persönliche Opfer bringen. Ich schätze, Rikki wollte sich einfach einer neuen Herausforderung widmen. Martin kennen wir schon seit den Anfangstagen unserer Band. Wir haben eigentlich seit jeher auf die eine oder andere Weise zusammengearbeitet. Er hat mehrere unserer Platten aufgenommen und produziert, und wir waren auch schon mit Crashdiet zusammen auf Tour. Als Rikki ausstieg, erschien uns die Entscheidung, Martin zu fragen, ob er Lust hätte, fest bei uns mitzumachen, ganz natürlich. Die...

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