RH #355Interview

WAKRAT

Die Essenz des Zorns

Wakrat

Das Rohe, Unkommerzielle, Zornige ist das kreative Leitbild von WAKRAT, dem jüngsten Projekt von Bassist Tim Commerford (Rage Against The Machine, Audioslave). Im Gibson Showroom stand uns das Trio – Commerford, Schlagzeuger Mathias Wakrat und Gitarrist Laurent Gaudeon – zu seinem Debüt „Wakrat“ und der Zukunft des politischen Punkrock Rede und Antwort.

Beginnen wir einfach, aber offensichtlich: Warum sind Band und Debütalbum ausgerechnet nach eurem Schlagzeuger benannt?

Laurent: »Die Band ist nach ihrem ersten Mitglied benannt.«

Mathias: »Was ist das überhaupt für eine Frage: „Warum ausgerechnet der Schlagzeuger?“«

Nun, es ist ungewöhnlich. Der Schlagzeuger steht eher nicht in vorderster Reihe, weshalb Bands selten nach ihm benannt werden.

Laurent: »Das stimmt. Aber ohne den Schlagzeuger hast du keinen Beat! Nein, im Ernst: Der Name klang besser als mein Nachname oder der von Timmy.«

Tim: »Mathias ist ein besonderer Schlagzeuger. Seine Beats sind frisch und treiben Gitarre und Bass an. Ich würde ohne die Beats diese Basslinien nicht spielen. Es ist wie Fleetwood Mac oder Van Halen: Das ist der Vibe.«

Ihr spielt eine Mischung aus Punk und anderen Genres.

Tim: »Es ist kein typischer Punkrock. Ich glaube daran, dass wir einen einzigartigen Hybriden aus Punkrock, Jazz, elektronischer Musik und Rockmusik geschaffen haben. Es ist zeitgenössisch – finde ich zumindest, wenn ich es höre. Es klingt nicht, als würde man Black Flag, Bad Brains oder Helmet hören. Es sind nicht die Minutemen, es...

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