RH #354Titelstory

AMON AMARTH

Auf die harte Tour

Amon Amarth

Mit „Jomsviking“ haben sich AMON AMARTH dieses Jahr hierzulande in den exquisiten Club schwermetallischer Chart-Topper eingereiht und dürfen ohne falsche Scham in einem Atemzug mit Iron Maiden, Slayer, Motörhead und Metallica genannt werden. Wir besuchten die beiden Johans (Sänger Hegg, 44, und Gitarrist Söderberg, 43) in ihrer schwedischen Heimat, blickten mit ihnen zurück auf ihre mittlerweile fast ein Vierteljahrhundert andauernde Karriere und ließen sie das Ganze mit mehr oder minder geschmackvollen Anekdoten würzen.

Es ist ein schöner, sonniger Herbsttag. Wir sind in Solna, einem Städtchen in der Peripherie der Hauptstadt Stockholm. Größte Sehenswürdigkeit ist die „Friends Arena“, das Stadion der schwedischen Fußballnationalmannschaft, wo auch große Rock-Events vor bis zu 65.000 Leuten stattfinden. Black Sabbath haben hier auf ihrer Abschiedstour gastiert, und AC/DC gaben sich letztes Jahr noch mit Brian Johnson die Ehre. »In dieser Ecke der Stadt leben vor allem gebildete Leute mit gutem Einkommen«, kommentiert Herr Hegg, als wir uns in Fußwegentfernung von genanntem Stadion begrüßen.
»Und ich!«, grinst der andere Johan und führt uns in eine schicke Neubauwohnung, die er mit seiner Ehefrau und zwei unglaublich niedlichen und beeindruckend kleinen Zwergspitzen teilt. »Wenn sie bellen, klingen sie, als seien sie batteriebetrieben«, lacht er. Als wir uns im Flur brav die Schuhe ausziehen, kläfft eine der Tölen tatsächlich in höchsten Tönen, um den Beweis anzutreten. Der...

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