RH #354Krach von der Basis

FORTERESSE

Vive la séparation

Forteresse

Den Separatismus im frankokanadischen Quebec muss man nicht gutheißen, zumal selbst die zahlreichen offenen Einheimischen vor allem aus jüngeren Generationen ihn nicht begreifen. FORTERESSE-Kopf Athros ist ein Separatist. Dadurch wird er genauso wenig unsympathisch wie die Musik auf „Thèmes pour la Rébellion” schlechter, und wem das widerstrebt, der darf einmal diskutieren, bis wohin man das Extreme des Black Metal billigen muss oder darf.

Ihr habt die alten Ambient-Elemente auf eurem neuen Album weitgehend außen vor gelassen und seid epischer geworden – bewusst?

»Wir setzten auf höchstmögliche Intensität. Das war unser Vorsatz, als wir mit dem Komponieren anfingen, aber einen tieferen Hintergrund hat diese Veränderung nicht. Wir schrieben einfach so, wie es sich gut anfühlte, wobei jeder seinen Teil beisteuerte, bis die Songs ein Eigenleben entwickelten. Das war ein sehr natürlicher Vorgang, und heraus kam ein typisches FORTERESSE-Album, auf dem wir zielstrebiger denn je klingen.«

In Deutschland bekommen nicht wenige Bauchschmerzen, wenn sie die nationalistischen Anwandlungen einiger Black-Metal-Bands aus Quebec sehen. Erklär mal, was diese Gesinnung bedeutet bzw. eben nicht bedeutet.

»Viele Québécois pochen auf eine Trennung der Provinz vom Rest Kanadas. Ein großer Teil der Bevölkerung spricht Französisch und vertritt überwiegend andere Werte, von der unterschiedlichen Kultur im Vergleich zu den übrigen Regionen des Landes ganz zu schweigen. Mit Rassismus hat das nichts zu tun,...

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