RH #354Krach von der Basis

TRAP THEM

Homo Cynicus

Trap Them

So, wie sich TRAP THEM-Frontmann Ryan McKenney beim Schreien überschlägt, macht er auch im Interview keine Gefangenen und schreibt pfiffige Texte voller Anspielungen, die er eigentlich singen müsste, damit jeder sie versteht. Eine Giftspritze zum Liebhaben, deren Band mit „Crown Feral” gerade eine Bombe von Album gezündet hat.

Ryan, „Crown Feral” ist ein ziemlicher Brecher und textlich interessant ausgefallen, dazu würde ich dir gern ein paar Fragen stellen.

»Hallo, mein Name ist Ryan. Ich mag Pro-Wrestling, Found-Footage-Horrorfilme und Circus-Erdnüsse. Mein Lieblingskerzenduft ist entweder Balsam-Tanne oder Herbsternte. Für Stephen King würde ich töten.«

Der Titel ´Hellionaires´ suggeriert, dass es in dem Stück um eine reiche Elite geht, die unseren Planeten kaputtmacht.

»Das ist verständlich, aber ich meine etwas ganz anderes. Der Song handelt von denjenigen unter uns, die in unausweichliche Sackgassen geraten und ihre Niederlage hinnehmen. Danach gewöhnt man sich daran, keine Freude mehr über persönliche Leistungen zu empfinden sowie jeglichen Schaden zu akzeptieren, den wir zugefügt bekommen – und manche kriegen ständig auf die Fresse.«

Wegen ´Prodigala´, einem Kofferwort aus „verschwenderisch” und „Gala”, hätte ich auf etwas Ähnliches getippt.

»Und du liegst wieder falsch. Der Begriff steht für die tiefe Bewunderung skrupelloser Gewalt, völlige Hemmungslosigkeit ohne Rücksicht auf das, was man anrichtet. Die meisten Menschen auf diesem Planeten werden ihr Elend nie überwinden...

Dieser Text endet hier.

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