RH #354Interview

ASHBURY

Die Exhumierung des Jahres

Ashbury

Der erste Preis in der Kategorie „Exhumierung des Jahres“ geht 2016 wohl nach Zwickau an High Roller Records. ASHBURY waren bis dato wirklich nur den größten Insidern ein Begriff. Nach dem Re-Release der Alben „Endless Skies“ (ursprünglich 1983 als Eigenpressung entstanden) sowie „Something Funny Going On“ gelten die Davis-Brüder Rob und Randy bereits als die momentanen Shooting Stars des Metal-Undergrounds. Und das, obwohl ASHBURY gar keinen Metal spielen. Eine wirklich unglaubliche Geschichte. Grund genug, um in Tucson, Arizona, Ursachenforschung zu betreiben.

Den unzertrennlichen Brüdern Rob und Randy Davis muss der späte „Siegeszug“ ihrer Band, die posthume Würdigung ihres Lebenswerks wie ein modernes (Rock-)Märchen vorkommen. Fangen wir also ganz am Anfang an, in der Stunde null, 1977. Randy, der Gitarre, Bass, Schlagzeug, Keyboards und Gesang beherrscht, führt aus:

»Damals lebte ich in Oklahoma und gründete mit Ashbury South meine allererste ernstzunehmende Band. Anfang 1980 kehrte ich mit meinem Bruder Rob nach Tucson zurück – das war die eigentliche Geburtsstunde von ASHBURY. Wir beide schrieben zusammen fleißig Songs, und es war unser langfristiges Ziel, diese Musik irgendwann einmal auf einem Tonträger zu verewigen. Dafür musste aber erst einmal ein schlagkräftiges Line-up gefunden werden. Ironischerweise sind Rob und ich immer das Skelett von ASHBURY gewesen – damals wie heute.«

1983 war es dann endlich so weit, nach zahllosen lokalen Live-Auftritten nahmen Rob und...

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