RH #353Krach von der Basis

SEHER

Ein Song für die Geisterbahn

Seher

SEHER sind ein noch recht junges Black-Metal-Projekt aus Berlin, von dem man bislang noch so gut wie gar nichts weiß – vor allem nicht, wer dahintersteckt. Wir haben versucht, ein bisschen tiefer in das Reich der Geheimniskrämer einzutauchen.

Habt ihr euch bewusst dazu entschieden, die Mitglieder hinter SEHER anonym zu lassen, und wenn ja, wieso?

»Wir denken, dass die Musik und die Band bzw. der Seher als Information ausreichen. Es war keine bewusste Entscheidung oder ein Konzept, anonym zu bleiben, es hat sich eher so entwickelt. Wir wollen aber auch nicht krampfhaft irgendeinen Mythos etablieren. Wir treten auch nicht vermummt auf oder so was. Als Bandmitglieder sind wir einfach lieber im Hintergrund.«

Es wird gesagt, der Seher habe weder Gott noch Heimat – kann man das als eine Art Vision oder Traum eurerseits deuten, also im Sinne eines einsamen, selbstbestimmten Wanderers zum Beispiel?

»Ein wenig anders. Der Spruch heißt: „Der Seher sieht keine Nationen und keinen Gott.“ Das ist als Statement zu verstehen. Wir halten nichts von nationalistischen oder religiösen Ideologien. Wenn der Seher es nicht sieht, hat es keine Zukunft. Die Geschichte vom Seher und seiner Reise findet sich eher in den Liedtexten wieder.«

„Nachzehrer“ besticht durch mutige und frische Passagen, ohne dabei in seltsame Post- oder Progressive-Geschichten abzurutschen. War es euch wichtig, euch etwas vom Einheitsbrei abzuheben? Welche Rolle spielt innere Leidenschaft oder das, was ihr sonst in euch tragt, an...

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