RH #353Interview

ALCEST

Die Schöne und das Biest

Alcest

Die Franzosen ALCEST waren schon immer besonders und irgendwie anders. Musikalisch spalten sie oft die Szene mit ihrer kontrastreichen, nicht unbedingt immer in die klassische Metal-Schublade passenden Kunst, aber genau das, diese Ecken und Kanten, die Eigenheiten und dieser Wiedererkennungswert sind das, was die Band ausmacht und vielen anderen Acts heutzutage fehlt. Mainman Neige gewährt uns einen tieferen Einblick in das neue Album „Kodama“, verrät uns einige Geheimnisse und erklärt, wieso diese Platte streckenweise etwas düsterer geworden ist, als man es von ALCEST gewohnt sein mag.

Neige, „Kodama“ ist euer fünftes Album. Wie fühlt es sich an, ein weiteres Projekt fertiggestellt zu haben?

»Es ist immer ein komisches Gefühl, weil du so lange an der Platte gearbeitet hast, dass es sich zum Zeitpunkt der Veröffentlichung schon ziemlich alt anfühlt. Du verlierst irgendwie fast die Verbindung zu dem Album, erst durch die Promotion und die Konzerte lebt das Ganze wieder auf. Wir haben in diese Platte aber mehr Arbeit denn je reingesteckt, deswegen sind das gerade aufregende Zeiten für uns.«

Ihr habt euch dieses Mal auch etwas Besonderes für die Produktion und den Sound überlegt, oder?

»Wir wollten auf dieser Platte einen sehr natürlichen Sound haben, der aber gleichwohl auch etwas grungy ist, weshalb da ein wenig amerikanische Vibes mit eingeflossen sind. Bands wie Sonic Youth oder andere Gruppen mit rauerem Sound haben uns nämlich stark beeinflusst. So haben wir die Drums zum...

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