RH #353Interview

HIGH SPIRITS

Das Leben ist schön

High Spirits

Chris „The Professor“ Black hebt mit HIGH SPIRITS endgültig ab – das dritte Album „Motivator“ könnte für den hyperaktiven US-Zauberer den Durchbruch auf breiterer Front bedeuten.

Wann hattet ihr zuletzt so richtig gute Laune? Als die Freundin eures Schwiegervaters mit euch durchgebrannt ist? Als Deutschland bei der EM ausgeschieden ist (sorry, das war jetzt für die Österreicher)? Als sich Frei.Wild vorübergehend aufgelöst haben? Sollte nun die Ernüchterung eingetreten sein, weil die Schwiegerfreundin nach Südtirol ausgewandert und Deutschland immer noch Weltmeister ist, hat Professor Chris Black die richtige Therapie für euch: die mittlerweile dritte Platte von HIGH SPIRITS. Man nehme einen Sack nicht abgestandener Nostalgiemelodien, verrühre die besten Versatzstücke der Rockhistorie mit einem Schuss ureigener Ami-Rockstar-Power, vermenge die Melange in einem Metallreagenzglas, und heraus kommt eine quietschbunte Pille mit dem Namen „Motivator“. Dass diese beim Genuss weder klebrig noch aufdringlich schmeckt, darf man durchaus dem Genie des umtriebigen Tausendsassas zuschreiben, der sich im Interview gewohnt bescheiden und leutselig gibt.
Herr Professor, herzliche Gratulation zum frisch auf dem Markt zugelassenen Antidepressivum „Motivator“. Wenn man das Album neben dem Vorgänger „You Are Here“ einnimmt, wirkt es ein wenig wie Kokain im Vergleich zu Traubenzucker. Ist das aktuelle Album so stark, oder war das letzte so schwach?

»Da bin ich mir nicht sicher, ich habe...

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