RH #352Krach von der Basis

OBSCENITY

Ein bisschen Schmodder

Obscenity

Mit „Retaliation“ hat die Oldenburger Death-Metal-Institution OBSCENITY einen unerwarteten Volltreffer gelandet. Wir sprachen mit Hendrik Bruns, Gitarrist der 1989 gegründeten Band.

Hendrik, im Gegensatz zu „Atrophied In Anguish“ klingt „Retaliation“ fokussierter und mit mehr Liebe zum Detail komponiert. Wo seht ihr die wichtigsten Unterschiede?

»Sicherlich ist noch mal ein Schuss mehr Reife zu erkennen. Und wir haben uns auch wieder an das alte Rezept gehalten, was OBSCENITY eigentlich ausmacht. Die Hauptunterschiede liegen aber vermutlich im Sound. Es wirkt alles wesentlich aufgeräumter, aber nicht steril. Ein gewisses Maß an Schmodder sollte bei einer Death-Metal-Produktion schon mitklingen.«

Ihr habt euch das neue Albumcover vom momentan sehr angesagten Maler Paolo Girardi anfertigen lassen. Wie kamt ihr auf ihn, und wie muss man sich die Zusammenarbeit mit ihm vorstellen?

»Das Cover lag schon eine gefühlte Ewigkeit auf Halde, bis wir es endlich präsentieren konnten. Zum Zeitpunkt des Entstehens war er noch nicht in aller Munde, aber während wir auf Labelsuche waren, haute er ein Cover nach dem anderen raus und wurde quasi über Nacht ein angesagter Coverkünstler. Wir hatten schon die Befürchtung, dass man uns einen Strick draus dreht, weil wir vermeintlich auf den Girardi-Zug aufspringen. Wir gaben ihm ein paar Lyrics als Vorlage, um ihm nicht komplett freie Hand zu lassen. Denn immerhin sollte es schon konzeptionell wirken und nicht einfach eine Geschenkverpackung sein.«

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