RH #352Interview

TOTENMOND

Mir doch egal

Totenmond

Nach achtjähriger Auszeit melden sich TOTENMOND mit „Der letzte Mond vor dem Beil“ zurück – und haben nichts von ihrer stumpfen Gewalt und ihrem Provokationspotenzial eingebüßt.

Interviews mit TOTENMOND sind schwierig – und genau aus diesem Grund ein Vergnügen. Vorgefertigte PR-Standardaussagen oder glattgebügelte Antworten sind ihre Sache nicht, stattdessen wird schon mal mit Schmackes zurückgemotzt oder das eine oder andere kontroverse Statement in die Welt gesetzt. Satte acht Jahre sind seit dem letzten Album „Thronräuber“ vergangen, wie aus dem Nichts kracht nun „Der letzte Mond vor dem Beil“ in eine gänzlich veränderte Musiklandschaft – und der Crustpunk des Trios wirkt unangepasst und rotzig wie eh und je. Und während sich die Fans über die Rückkehr des Backnang-Kommandos freuen und Kritiker Album Nummer acht wohlwollend aufnehmen, lehnt sich Bassist Senf zurück und sieht die Sache mit der Auszeit relativ.

»Das kommt, wie es kommt. Wir haben viele gute und schlechte Konzerte gespielt, jede Menge gesehen, viele neue Eindrücke verarbeitet. Und wenn wir denken, dass wir endlich, endlich wieder mal etwas herausbringen wollen, dann machen wir das eben.«

Ihr wart also acht Jahre nicht in der Stimmung, ein neues Album zu veröffentlichen?

»Ja, wir sind eben nicht Motörhead oder sonst irgendeine Band, die pro Jahr als Minimum ein Album herausbringt. Wir verweigern uns dieser Prämisse, dass man ständig irgendetwas machen und die Leute füttern muss. Wir warten eben wirklich, bis wir...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.