RH #351Zeitreise

CRO-MAGS, HARLEY FLANAGAN

(K)ein bisschen Frieden

Harley Flanagan

Wer über den New York Hardcore spricht, kommt nicht an den legendären Cro-Mags und ihrem Gründer Harley Flanagan vorbei. Und wer mit Harley Flanagan spricht, erfährt vor allem etwas über Harley Flanagan. Aber das macht nix: Der Kerl hat den NYHC quasi miterfunden und, wenn es nach ihm geht, auch zu Grabe getragen. Machen wir also aus unserem geplanten NYHC-Special ein Harley-Flanagan/Cro-Mags-Special. Immerhin als Statisten dabei: Pentagram, Judas Priest und Mercyful Fate.

Für das, was der Cro-Mags-Gründer, -Bassist und -Sänger in einem knappen halben Jahrhundert erlebt hat, bräuchten andere Musiker drei Leben. Und damit der Nachwelt nichts verloren geht, hat Flanagan ein Buch geschrieben, das in Kürze erscheinen wird. Wir setzten uns bereits jetzt auf einen zweistündigen Plausch mit ihm zusammen. Harley zeigt sich im Interview gewohnt selbstbewusst, gern etwas großmäulig, aber zugleich entwaffnend ehrlich, supersympathisch und unübersehbar zerrissen, wenn es um den gegenwärtigen Zustand der Cro-Mags geht. Auch der unverhohlene Hass, der ihm von Teilen der New Yorker Szene entgegengebracht wird, nagt unterschwellig mehr an ihm, als er zugeben möchte. Aufgewachsen ist der 1967 Geborene in einer musikalischen Familie. Seine Tante spielte in diversen Bands und tourte u.a. mit Bob Dylan. Auch Harleys Mutter war ein Musikfreak.

»Ich war wahrscheinlich eines der nackten Babys, die auf irgendwelchen Jefferson-Airplane-Gigs rumrannten«, lacht der inzwischen fast komplett ergraute, aber...

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