RH #351Krach von der Basis

COBALT

Krach mit Bedacht

Cobalt

Nicht mal schwierigere Line-up-Querelen konnten COBALT-Mastermind/Multi-Instrumentalist Erik Wunder davon abhalten, mit „Slow Forever“ (s. Review in Heft 349) nach einer längeren Pause schlussendlich ein weiteres Album vorzulegen, das im Underground für Aufsehen sorgt. Sieben Jahre nach dem Vorgänger „Gin“ hat sich die Musik ein weiteres Stück vom Black Metal entfernt, dabei aber trotz primärer Midtempo-Lastigkeit und Shouter-Wechsel nichts an Biss verloren.

»Während der Jahre zwischen „Gin“ und „Slow Forever“ war ich nach New York City gezogen und hatte mich dabei zunächst mehr auf meine andere Band Man´s Gin konzentriert. Außerdem war ich als Tour-Drummer mit Jarboe unterwegs, habe aber all die Zeit nie aufgehört, auch an Riffs und Rhythmusideen für COBALT zu arbeiten«, klärt uns Wunder über die lange Pause auf.
Überschattet wurde das Ganze allerdings zwischenzeitlich davon, dass Ex-Shouter Phil McSorley im Internet mehrfach durch unüberlegte Äußerungen auffiel, die schlussendlich auch zur Trennung führten.

»Im Grunde genommen hat Phil eine sehr schwere Phase durchgemacht. Er litt unter einer posttraumatischen Belastungsstörung, wodurch ihm einiges entglitt. Er ließ den Zorn jede Facette seines Lebens vergiften, was auch COBALT beinhaltete und schlussendlich zum Split führte. Er bekam einen regelrechten Zusammenbruch und teilte gegen alles und jeden aus, mich eingeschlossen. Es war schon ziemlich irre, das alles mitzukriegen, und diese Internet-Drama-Situation war auch eine...

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