RH #351Krach von der Basis

VANHELGD

Endlich weniger Schädel

Vanhelgd

VANHELGD standen bisher im Schatten anderer Underground-Death-Metal-Bands. Mit „Temple Of Phobos“ sollte das aber ein Ende haben, denn abermals ist den Schweden ein atmosphärisches und eigenständiges Album gelungen.

Sänger und Gitarrist Martin Frisk freut sich über das Lob, muss jedoch zunächst einen kleinen Irrtum bezüglich des herausragenden Songs ´Den Klentrogenes Klagan´ aus der Welt schaffen.

»Es ist kein Synthesizer auf der Platte zu hören, aber seltsamerweise glaubt das jeder. Ich verstehe allerdings, dass man die Trompetenmelodie auf ´Den Klentrogenes Klagan´ für einen Synth-Sound halten kann, da wir ziemlich viel Hall draufgepackt haben. Eigentlich handelte es sich dabei um Melodien, die von der Gitarre gespielt werden sollten. Aber irgendwann kamen wir auf die Idee, es mal mit Trompeten und dem Chor zu probieren.«

Und ich dachte, ihr würdet auch langsam damit anfangen, den Dark Wave oder Postpunk der Achtziger als Quelle der Inspiration zu entdecken. Sogar Nergal von Behemoth meinte ja neulich, dass es gut sein könnte, dass man auf der nächsten Behemoth ein paar Postpunk-Einflüsse hören wird.

»Ja, es scheint, als würden die Neunziger wiederkommen. Ich verstehe allerdings nicht, warum diese Bands glauben, dass da etwas Neues zu finden sei. Für mich hört sich das oft an wie das, was Bands wie Lake Of Tears, Bay Laurel oder auch Tiamat vor 20 Jahren gemacht haben. Aber andererseits interessiert es mich auch nicht wirklich. Ich muss weder zu einer Avantgarde gehören, noch...

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