RH #351Interview

SINSAENUM

Entfesselungskünstler

Sinsaenum

Wenn der inflationär verwendete Begriff Allstar-Band irgendwo auftaucht, hat man meist schon gar keinen Bock mehr, weiterzulesen. Aber der illustre Haufen, der jetzt unter dem Banner SINSAENUM an die Öffentlichkeit tritt, lohnt sich tatsächlich. Obwohl – oder gerade weil – sich hier Leute verbünden, die man kaum auf einer gemeinsamen Wellenlänge wähnte.

Hinter SINSAENUM stecken Frédéric Leclercq (g., Dragonforce), Stéphane Buriez (g., Loudblast), Attila Csihar (v., Mayhem), Sean Zatorsky (v., Dååth, ex-Chimaira), Heimoth (b., Seth) und last but not least Joey Jordison (dr., Vimic, ex-Slipknot/Murderdolls/Scar-The-Martyr). Der flotte Sechser feuert mit seinem Debütalbum „Echoes Of The Tortured“ ein überwiegend im Death- und Black Metal wilderndes Geschoss mit einer beeindruckenden Durchschlagskraft und – ja, durchaus – Authentizität ab. Boss des Haufens ist ausgerechnet Monsieur Leclercq, der mit Dragonforce den unpassendsten Background einbringt. An einem trüben Junitag sitzt er gemeinsam mit Joey Jordison in einem Berliner Plattenfirmenbüro und sieht genau wie sein Mitstreiter bereits morgens um zehn richtig fit aus.

FRED: »Die meisten Interviewfragen könnte ich notfalls sogar im Schlaf beantworten, da wir gerade zwei Tage für Promotion in Frankreich waren.«

Ist es nicht komisch, als Franzose der französischen Presse Interviews auf Englisch zu geben, damit dein US-Kollege Joey ebenfalls mitreden kann?

FRED grinst: »Ich habe krampfhaft versucht, meinen französischen Akzent zu...

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