RH #350Titelstory

GOJIRA

Nichts ist unmöglich

Gojira

Der Werbespruch unserer Story-Headline ist ohne Frage fürchterlich abgedroschen, passt aber auf die Situation von GOJIRA wie keine anderen drei Worte. Man könnte es für Größenwahn halten, dass sie es als französische Provinzler in Amerika versuchen. Man darf sie für den Mut bewundern, dass sie den Tod ihrer eigenen Mutter zum sehr persönlichen Thema eines Metal-Albums machen. Und man sollte sie lieben für ihre klischeefreien, intelligenten Interviews.

Mit einfachen Worten: Ich bin mir sicher, dass GOJIRA mit ihrem neuen Album „Magma“ durchstarten. Das kann nicht anders sein. Zugegebenermaßen gehörte ich trotz aller Sympathien zunächst zu den Zweiflern. Das fängt schon mit den Bedenken an, ob im Jahre 2016 überhaupt noch ein großes (echtes!) Metal-Album erscheinen kann. Es gibt Talente, es gibt Ansätze und alternde Stars, die sich noch einmal aufraffen. Aber auch viel heiße Luft, Kopien von Kopien, Image-Bands, inhaltliche Leere und Marketing-Hypes. Monat für Monat.
GOJIRA sind jedenfalls kein Hype. Die Band hat bemerkenswerte Alben im Untergrund veröffentlicht und zuletzt auch ein bisschen mehr, aber stets war die Musik eine Spur zu verkopft, zu sperrig für die breite Masse. Kein Wunder, denn GOJIRA werden von den aus einer Künstlerfamilie stammenden Brüdern Joseph und Mario Duplantier angeführt. Vater Dominique hat Bücher zur Architektur des Baskenlandes veröffentlicht und sich als Zeichner einen Namen gemacht, Schwester Gabrielle verewigte sich als Fotografin auf den ersten...

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