RH #350Krach von der Basis

CASTRATOR

Arschtritt fürs Patriarchat

Castrator

Anlässlich ihrer ersten EP „No Victim“ stilisierte man CASTRATOR in den USA schon zu Heilsbringerinnen des feministischen Death Metal. Im Interview geben sich die Damen aus New York als verschlossenes Kollektiv, das eher wortkarg-phrasenhaft antwortet.

Die Bandmitglieder wollen anonym bleiben, ein Telefoninterview gibt es nicht, selbst Mails werden nicht signiert. Im Vordergrund steht für sie die Musik – auf dem Fundament einer klaren Botschaft gegen reale Gewalt.

Euer Bandname CASTRATOR lässt nicht viel Interpretationsspielraum. Was ist das Konzept und die Botschaft hinter eurer Band?

»Unser Bandkonzept ist es, qualitativ guten Death Metal zu machen und dabei die typischen misogynen Songtexte und Bilder im Death Metal (die Vergewaltigung von Frauen, dass sie oft als „Fotze“ bezeichnet werden usw. - ln) ins Gegenteil zu kehren. Wir wollen zeigen, wie kraftvoll und talentiert Frauen sein können, und hoffentlich andere Frauen inspirieren, sich stärker zu fühlen oder sich selbst zu stärken.«

Warum braucht der Extreme Metal den Feminismus besonders?


»Weil Metal bis zum heutigen Tag ein Männerverein ist und wir es gerne sehen würden, dass sich mehr Frauen in der Szene engagieren und auf der Bühne eine Mörderperformance abliefern.«

Ihr kommt aus der ganzen Welt. Wie kam es zur Gründung von CASTRATOR?

»R.M. kommt aus den USA, C.P. ursprünglich aus Kolumbien, und M.S. hat indigen-amerikanische Wurzeln. Wir teilten uns die Bühne im Saint Vitus in Brooklyn, New York, als wir dort vor...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.