RH #350Interview

PARADOX

Vom Leben gezeichnet

Paradox

Charly Steinhauer zählt zu den Musikern, die wirklich vom Pech verfolgt zu sein scheinen. Auch im Vorfeld der „Pangea“-Produktion musste Charly sich wieder mit extremen gesundheitlichen Problemen rumschlagen und ein neues Line-up zusammenstellen. Der exzellenten Riffarbeit und dem starken Songwriting tat dies aber keinen Abbruch, weshalb auch das siebte PARADOX-Album wieder Fans alter Metallica, Heathen und Annihilator begeistern sollte.

Charly, bei unserem letzten Interview hast du verlauten lassen, dass du versuchen wolltest, von PARADOX zu leben. Was ist daraus geworden?

»Das wird leider nie klappen. Wenn wir regelmäßig Konzerte spielen und T-Shirts verkaufen würden, wäre es eine nette Nebenbeschäftigung mit ein bisschen Einkommen. Ich mache die Musik aus Leidenschaft. Ich brauche mir nach 30 Jahren auch nichts mehr zu beweisen, und nach der Operation, die ich jetzt hinter mir habe, freue ich mich total, dass noch eine neue Platte rausgekommen ist.«

Du hattest beim letzten Mal schon angedeutet, dass du an Rückenproblemen leidest.

»Ich war bei so vielen Ärzten, niemand hat die Ursache gefunden. Irgendwann bin ich beim Kardiologen gelandet, der mir mitteilte, dass ich schon einen Herzinfarkt hatte. Daraufhin wurde ich sofort ins Krankenhaus überwiesen, bin am 24. Dezember 2012 sechs Stunden am offenen Herzen operiert worden und habe vier Bypässe bekommen. Das Herz war an der Südspitze schon abgestorben, es ist wirklich ein Wunder, dass ich überhaupt noch lebe. Nach den vier...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.