RH #350Interview

DENNER SHERMANN

Die Rückkehr der Satansbraten

Denner Shermann

Altgediente Achtziger-Metaller stehen oftmals vor einer schwierigen Entscheidung. Bleibt man stilistisch zu eng an der etablierten Formel, tauchen früher oder später Vorwürfe der Selbstkopie auf (siehe etwa Saxon). Werden indes die Grenzen der Aufnahmefähigkeit des Publikums überdehnt, treten Legionen von „Früher war alles besser“-Nörglern auf den Plan (wie bei Maiden). Noch schwieriger gestaltet sich die Angelegenheit, wenn es sich um Protagonisten handelt, die nach einer längeren Auszeit zum Comeback ansetzen.

Es gibt zwei äußerst schillernde Beispiele für Bands, die es nach einer längeren Pause geschafft haben, sich neu zu erfinden, ohne ihre alten Fans vor den Kopf zu stoßen: zum einen Satan aus Newcastle und zum anderen DENNER/SHERMANN aus der dänischen Hauptstadt Kopenhagen. Deren „Satan´s Tomb“ aus dem letzten Jahr war ein erstes Ausrufezeichen. Auch Mercyful Fate starteten ihre Karriere dereinst mit einer EP – diese Analogie ist Hank Shermann nicht entgangen, jene Strategie wurde von ihm sowie seinem kongenialen Gitarrenpartner Michael Denner sogar ganz bewusst gewählt. Vertieft man sich weiter in Hanks Gedankenwelt, so schließt sich die Frage an, ob sich „Masters Of Evil“ zu „Satan´s Tomb“ am Ende des Tages genauso verhält wie „Melissa“ zu „Nuns Have No Fun“. Shermann nimmt diese Steilvorlage gerne an:

Ȁhnlich wie damals bei Mercyful Fate gestaltete sich auch die EP von DENNER/SHERMANN noch ein wenig unfertig. Alles musste am Ende sehr schnell gehen. Ich schrieb die...

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