RH #350Interview

STONEWALL NOISE ORCHESTRA

Axl, Édith und die Muckerpolizei

Stonewall Noise Orchestra

Rickard „Snicken“ Ny sitzt für die Presse in Hamburg und staunt, weil man sich in der Hansestadt kaum vor Konzertangeboten retten kann, wenn man abends ausgehen möchte. In Schweden gebe es schließlich aufs Land verteilt nur eine Handvoll Clubs, und dort als Band Fuß zu fassen, sei schwierig. Dementsprechend spielen STONEWALL NOISE ORCHESTRA bevorzugt in Deutschland.

Snicken, euer neues Album heißt „The Machine, The Devil & The Dope“, was sich episch liest und auf ein Konzept hindeutet. Ein Irrtum?

»Na ja, das Titelstück kam relativ spät zustande, fasst aber zusammen, worum es auf der Scheibe textlich grob geht. Von einem Konzept würde ich aber nicht sprechen, auch wenn einige Stücke infrage stellen, was momentan so auf der Welt abgeht. Der Trend geht zu mehr Überwachung, und der kleine Mann wird unterdrückt, wenn er aus der Reihe tanzt. Wir verleihen unserem Wunsch nach Freiheit mit direkter Musik Ausdruck – das ist das Beste, was man tun kann.«

Per von den Spiritual Beggars hat das Cover gestaltet und spielt mit dem Bong auf die Komponente „Dope“ an, oder?

»Er bekam nur den Titel genannt und interpretierte ihn für sich. Wir haben seinen ersten Vorschlag gleich genommen, weil das Bild klasse aussieht. Die Maschine ist das System, dem wir als Bürger unterworfen sind, während der Teufel für Versuchungen und Materialismus steht, von dem ich immer weiter Abstand nehme, und „Dope“... na ja, Weltflucht eben.«

Wie wichtig sind Texte überhaupt für eine bodenständige Rockband wie euch?

»Sie...

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