RH #349ToneZone

Holpriger Neustart

Musikmesse Frankfurt

Für die MUSIKMESSE FRANKFURT sollte es ein Befreiungsschlag werden. Aus Sicht der hart rockenden Gemeinde wurde es ein zwiespältiges Erlebnis.

Der erste Eindruck sind beängstigend leere Hallen. Es ist Freitagmittag, und man kommt mit den Ausstellern fast schon etwas zu gut ins Gespräch. Kaum hat das Auge etwas erspäht, was die Neugier weckt, stehen einem der Verkäufer, der Hersteller und das Standpersonal bereits vor der Nase. Schon im Vorjahr hatte man gemunkelt, dass die offenbar überreizten Preise und der kritisierte Service einige Aussteller dazu bewegen könnten, sich mit der NAMM Show in Los Angeles als Neuheiten-Messe zu begnügen. Zum ersten Mal seit Jahren fehlen deshalb wichtige Marken wie Marshall, Gibson, Fender, Orange, Hughes & Kettner, Kemper oder Peavey, die im Vorjahr noch opulente Stände in die Hallen klotzten. Über den Sinn oder Unsinn von Messen lässt sich freilich streiten. Für Musiker und Gewerbetreibende war die Frankfurter Musikmesse stets eine bequeme Gelegenheit der Kontaktpflege und überdies eine Möglichkeit, neue Trends aufzuspüren. Daran hat sich nichts geändert, denn hinter vorgehaltener Hand spricht man bereits über Umsatzrückgänge, Krisen und Entlassungen. Wie in der Musikbranche allgemein fehlt es an Nachwuchs. Ein großer Teil der Jugendlichen verbringt die wenige freie Zeit vor dem Computer, der Spielkonsole oder dem Handy. Der Markt für Musikinstrumente und Equipment scheint zudem gesättigt.
Eine ganz andere Stimmung verbreitet die parallel...

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