RH #349Krach von der Basis

RORCAL

Vier Todesfälle und eine griechische Hochzeit

Rorcal

Mit „Creon“ haben die experimentellen Extrem-Metaller RORCAL den nächsten großen Wurf gelandet. Das Album klingt gleichermaßen wuchtig und angepisst wie atmosphärisch dicht und etabliert die Schweizer endgültig als eigene Marke im Underground. Grund genug, mal nachzuhaken.

»Wir haben vorher alle in anderen Bands gespielt und dabei in unserer Gegend um Genf die Bühne geteilt. So haben wir uns vor etwas mehr als zehn Jahren kennengelernt und stellten fest, dass wir eine gemeinsame Vorliebe für experimentelle Ambient-Musik teilen. Das führte dann irgendwie auch zum Drone Doom und schlussendlich auch zum Black Metal«, klärt Drummer Ron uns über die Anfänge der Band auf und sagt zur eigenen Musik: »Ich bezeichne sie eigentlich als Black Metal, damit man eine generelle Vorstellung hat.«

Vor ein paar Jahren gab es bei euch einen Sängerwechsel. War es schwierig, für derart inbrünstiges Gebrüll einen adäquaten Ersatzmann zu finden?

»Das war eigentlich sogar eine ziemlich einfache Entscheidung, da unser aktueller Shouter Yonni schon vorher Interesse bekundet hatte, bei uns mitzumachen.«

„Creon“ liegt ein Storykonzept zugrunde, das an die Sage von Antigone aus der griechischen Mythologie angelehnt ist. Erzähl mal was darüber.

»Wir arbeiten gerne mit derartigen Konzepten. Einige von uns sind sehr an Literatur und Philosophie interessiert. Als wir den Entschluss fassten, das nächste Album in Angriff zu nehmen, suchten wir erst mal nach einem Konzept. Wir hatten schon bei „Heliogabalus“ was mit...

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