RH #349Interview

ERIKA

Metallisch, melodisch & blond

Erika

„Deaf, Dumb & Blonde“ heißt ihr neues Album. Ein blondes Dummchen, das nicht singen kann – so hatte man ERIKA früher vielleicht wirklich angesehen und gemutmaßt, dass ihr Plattenvertrag nur darauf zurückzuführen sei, dass sie mit Gitarrenheld Yngwie Malmsteen liiert war.

Die Schwedin kann sich noch bestens daran erinnern.

»Mir wurde allerdings mein erster Solovertrag angeboten, als ich 15 Jahre alt war – also vier Jahre, bevor ich Yngwie kennenlernte (lacht).«

Was denkst du im Rückblick über Yngwie? Ihr wurdet 1992 nach nur einem Jahr Ehe wieder geschieden.

»Ich empfinde wirklich nichts als Liebe für Yngwie. Wir waren sehr jung, und jeder hatte seine Probleme. Yngwie braucht eine unterwürfige Hausfrau, nicht einen weiteren Rockstar im Haus. Außerdem hatte ich Heimweh, während er es in Miami liebte.«

Du hast alle Kritiker Lügen gestraft, denn deine ersten drei Alben, vor allem der Erstling „Cold Winter Night“ von 1990, passen in unsere Rubrik „Perle des Plüschs“.

»Es ist mir nie bewusst gewesen, wie populär meine Platten geworden waren, bis mir mein ehemaliger Manager Ira Keelyn erzählte, dass „Cold Winter Night“ für 900 US-Dollar bei eBay versteigert wurde. Wow!«

Vor allem, weil deine Erfolgsgeschichte vornehmlich in deiner Heimat ablief.


»Meine Plattenfirma Lionheart legte leider nur Wert auf Schweden. Außerdem gab es eine rechtliche Auseinandersetzung zwischen Per Gessle von Roxette und meinem Verlag. Per wurde beschuldigt, meinen Song ´Together We´re Lost´ gestohlen und daraus...

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