RH #348Interview

LONG DISTANCE CALLING

Traumreisen in der Berghütte

Long Distance Calling

Songs für Kopfmenschen, Musik für Hornbrillen tragende Studenten oder schlicht Kiffermucke: Die Vorurteile, mit denen Bands aus dem Postrock-Genre gerne belegt werden, bedienen gängige Klischees, laufen im Falle von LONG DISTANCE CALLING aber komplett ins Leere. Die Dortmund-Münster-Connection hat sich längst als eine der besten nationalen Bands etabliert und schickt sich mit ihrer aktuellen Scheibe „Trips“ an, eine weitere Stufe auf der Karriereleiter zu nehmen. Basser Jan Hoffmann hinterlässt im Rock-Hard-Gespräch einen ruhigen und besonnenen Eindruck, hat aber eine ziemlich genaue Vorstellung davon, welche Reviews er über das fünfte Studioalbum seiner Band gerne lesen würde.

Jan, ist „Trips“ eure bisher mutigste Platte?

»Das würde ich so unterschreiben.«

Im Vergleich zu „The Flood Inside“ ist „Trips“ poppiger und luftiger ausgefallen.

»Einerseits ja, aber auf der anderen Seite haben wir mit ´Trauma´ den bisher wohl härtesten Song unserer Karriere auf der Platte. Ich denke, die Bandbreite ist diesmal größer, aber es stimmt, dass „Trips“ positiver klingt als der Vorgänger. Einige Details, die für LONG DISTANCE CALLING extrem wichtig sind, blieben bei den Aufnahmen zu „The Flood Inside“ auf der Strecke. Vielleicht auch, weil wir einfach zu schnell waren, aber das sollte sich diesmal eben nicht wiederholen. Wir haben uns bewusst für andere Stile geöffnet, was sich ebenfalls in unserem privaten Musikgeschmack, der breit gefächert ist, bemerkbar macht.«

Was genau steckt hinter dem...

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