RH #348Interview

LITA FORD

Fluch der Karibik

Lita Ford

Zugegeben: Wenn Ex-W.A.S.P.-Gitarrist (und LITA FORDs erster Ex-Ehemann) Chris Holmes im Intro zu „Time Capsule“ ziemlich angeschlagen „Lita! Lita! Liiiiiiiita...!“ ins Mikro kräht, dann mutet das schon ein bisschen skurril an. Selbiges lässt sich allerdings auch über die Entstehungsgeschichte des „neuen“ Albums einer der letzten Grande Dames des Rock´n´Roll sagen.

»Entschuldige bitte, ich bin noch im Halbschlaf«, begrüßt mich eine hörbar geräderte, aber dennoch freundliche Stimme am Telefon, als ich am frühen Morgen bei Lita durchläute. »Gestern Nacht habe ich eine Show gespielt und war erst gegen drei Uhr zu Hause, weil der Promoter mir einen extrem späten Flug gebucht hat. Meine Güte, bin ich müde.«

Dem Mann würde ich die Hammelbeine lang ziehen.

»Das habe ich auch vor (lacht).«

Lita, es ist jetzt vier Jahrzehnte her, dass du mit der Veröffentlichung des ersten The-Runaways-Albums deine Karriere eingeläutet hast. Wie fühlt sich das an?


»Oh Gott, so lange schon... Absolut großartig. Man fühlt sich, als wäre man eine lebende Legende (lacht).«

Ganz Unrecht hast du mit dem Gefühl ja nicht, denn inzwischen bezeichnen ganze Generationen von jungen Musikerinnen sowohl dich als auch die Runaways als eine riesige Inspiration.

»Das höre ich immer wieder, und es macht mich wirklich stolz. Wer hätte das vor 30 oder 40 Jahren ahnen können?«

„Vor 30 Jahren“ ist ein gutes Stichwort: Kürzlich hast du unter dem Namen „Time Capsule“ ein Album mit alten, bisher unveröffentlichten Aufnahmen aus den...

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