RH #348Interview

SIXX:A.M.

Die Dinosaurier müssen sterben

SIXX: A.M.

Los Angeles, 31. Dezember 2015: Nach einer knapp zweistündigen Show verabschieden sich Mötley Crüe ein letztes Mal von ihren Fans. Der Vorhang ist gefallen, die Truppe, die in den Achtzigern und Neunzigern den Mythos von Sex, Drugs und Rock´n´Roll so exzessiv wie kaum eine Band vor oder nach ihr lebte, ist Geschichte. Jetzt, nur wenige Monate später, treffen wir Nikki Sixx in Berlin. Der Bassist/Songwriter ist unterwegs, um Werbung für „Prayers For The Damned Vol. 1“ zu machen, das neue Album seiner ehemaligen Neben- und jetzt Hauptband SIXX:A.M.

»Momentan sind die Zeiten für mich richtig aufregend«, legt Nikki los, der es sich auf einem Sofa in einem edlen Hotel unweit des Spree-Ufers bequem gemacht hat. Der Mann feiert in zwei Jahren seinen 60. Geburtstag, man würde es ihm aber ohne Weiteres abnehmen, wenn er behaupten würde, in seinen späten Vierzigern zu sein. Wie von den Promofotos gewohnt, trägt Sixx die toupierten Haare über einem blauen Bandana, dazu eine Sonnenbrille, Lederjacke, zerfetzte Jeans und Leder-Chucks, lacht viel und hat sichtbar Spaß an der Promoreise. Er fährt fort: »Die Veröffentlichung unserer neuen Platte steht kurz bevor, und demnächst gehen wir auf Tour. Bis heute haben wir noch nicht in Europa gespielt, im Sommer stehen unsere ersten Gigs bei euch an. Wir wollen so oft wie möglich in der Alten Welt spielen, damit die Leute die Chance haben, uns kennenzulernen.«

Ich kann mir vorstellen, dass sich das für dich wie ein Neustart anfühlen muss.

(Er lacht:)...

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