RH #347Krach von der Basis

ROGASH

Thüringer Todesklöße

ROGASH

Mit ihrem zweiten Album hauen ROGASH souverän auf den Putz, ohne innovatorische Bäume auszureißen. Pflanzen möchten die Ostdeutschen auch keine, wie Frontmann Erik indirekt andeutet, wenn er seiner Band keine allzu engagierten Texte attestiert. Solange es aber Dinge gibt, über die man wettern kann, mangelt es nicht an dichterischem Stoff.

Ihr habt euch wie viele Genre-Bands von Dan Swanö betreuen lassen. Was macht seine Arbeitsweise aus, und lauft ihr so nicht Gefahr, mit der Death-Metal-Masse in einen Topf geschmissen zu werden?

»Das wird man als deutsche Genre-Band so oder so, egal wer deine Scheibe mixt und mastert. Dan Swanö ist spitze – professionell, aber nie langweilig, und jeder, der sich mit seiner Arbeit befasst, wird feststellen, dass er keinen Einheitssound fährt.«

Doofe Frage, aber warum heißt eure neue Platte „Malevolence”?


»Der Titel zielt auf die Böswilligkeit ab, mit der wir einander begegnen und die uns steuert. Dieses Konzept rundet das Cover ab. Es im Detail zu erläutern, würde hier wohl den Rahmen sprengen.«

Einem ´Daily Hate´ kann alles Mögliche zugrunde liegen. Was lässt euch aus der Haut fahren?

»Die schnelllebige Gesellschaft nervt mich immens. Der Gedanke der Nachhaltigkeit und des gutwilligen Miteinanders fällt hinter ständig wechselnden Trends, dem Konsumwahnsinn und Fanatismus unter den Tisch. In dem Song geht es um die neue Generation von Internet-Rambos, die zu allem eine Meinung haben und ihre Freizeit dafür aufwenden, sich in den Niederungen des...

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