RH #347Interview

OCEANS OF SLUMBER

Houston, wir haben ein Problem

OCEANS OF SLUMBER

Multi-Instrumentalist Dobber Beverly, der bei OCEANS OF SLUMBER die Kessel rührt, bestätigt im Interview unter anderem, dass packende Musik oft gerade dann entsteht, wenn das Schicksal gnadenlos zuschlägt. Aus Schwierigkeiten geht man aber auch gestärkt hervor, und das zeigt „Winter“, das zweite Album der Band, auf eindrucksvolle Weise.

Dobber, wenn man das Titelstück der neuen Platte hört, muss man euch für Schwarzmaler halten, denn dem Text zufolge gibt es auf der Welt nur kalte Lieblosigkeit, und überhaupt ist alles scheiße.

»Wir begreifen den Winter damit nicht als Jahreszeit, sondern als Befindlichkeit und Lebensprinzip. Er steht für harte Zeiten und Fehler, die man macht, vor allem durch die Zurückweisung von Mitmenschen, obwohl man sich nach Liebe und einer Verbindung zu anderen sehnt.«

Fasst der Titel die Themen aller Songs zusammen?

»Ja, er ist so etwas wie ein roter Faden. Das Album dreht sich größtenteils um kaputte Verhältnisse und Schicksalsschläge.«

Sprecht ihr aus Erfahrung, oder liegt das einfach nahe bei melancholischer bis aggressiver Musik?

»Sicher, diese Stimmung bietet sich an. Wir schreiben immer zuerst die Musik und überlegen uns dann ein Textkonzept, wobei wir Wert darauf legen, dass ein bombastischer Eindruck entsteht. Kunst muss immer ein bisschen dramatischer sein als die Wirklichkeit, aber ich würde mich nicht über Dinge auslassen, die ich nicht selbst erlebt habe, denn das wäre unaufrichtig und würde auffallen. Man braucht persönliche Rückschläge aber...

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.