RH #346Lauschangriff

AMON AMARTH

In Hausschuhen nach Asgard

Amon Amarth

AMON AMARTH legen in Kürze mit dem mysteriös betitelten „Jomsviking“ ein Album vor, das die schwedischen Haudegen endgültig auf den Metal-Olymp, pardon, Metal-Asgard hieven soll. Und wird. Davon konnte sich das Rock Hard bei einem Studiobesuch im englischen Derby überzeugen.

Nichts leichter als das, dachten wir zumindest, sprangen in einen Flieger, diverse Vorortzüge und ein Taxi und gingen eigentlich davon aus, relativ zügig unser Ziel zu erreichen. »Ich arbeite hier seit 20 Jahren und habe von dieser komischen Straße noch nie gehört«, grummelt jedoch der Droschkenfahrer, als er im Stockfinsteren einen Hügel nach dem anderen abklappert, um das Studio von Andy Sneap (u.a. Produzent von Accept, Saxon und Kreator) zu finden. Tagsüber sieht´s hier superhübsch aus, sofern man das typisch britisch-diesige Wetter (heute gab´s laut App ganze 0,2 Sonnenstunden) ignoriert: riesige Weiden mit Schafen und Kühen, ein paar Häuschen und idyllische Ruhe. Nachts kommt man sich jedoch eher vor wie im Skript eines Horrorfilms und erwartet, dass jeden Moment ein Monster/Serienmörder/Außerirdischer oder meinetwegen auch versprengter Wikinger zähnefletschend auf die Motorhaube hüpft. Als die Autoräder auch noch auf feuchtem Laub durchdrehen und wir nicht mehr vorankommen, reicht´s dem Chauffeur. »Laut Navi sind wir am Ziel.« Ein Blick in die durchdringende Schwärze um das jetzt plötzlich sehr gemütlich wirkende Taxi lässt hingegen vermuten, wir seien nicht nur am, sondern richtig tief IM Arsch der Welt. Aber dann ist da nach etwas Suchen doch ein Schild: Dairywood Farm. Genau hier residiert Mr. Sneap und betreut zum zweiten Mal AMON AMARTH. Die Bandmitglieder sind allesamt vor Ort, sitzen in der kleinen Küche des Anwesens oder schlurfen auf Socken bzw. in Hausschuhen (besonders cool: Frontderwisch Johan Hegg in „Family Guy“-Puschen) durch die Räume, in denen sie während der sechswöchigen Aufnahmen auch wohnen. Gequetscht in Andys SUV (zwei Musiker müssen auf die Ladefläche) geht´s dann in eine Mischung aus Hotel, Restaurant und Pub namens „The Lion“....

Dieser Text endet hier.

Online-Abonnenten freuen sich über den kompletten Artikel nach dem Log-in.