RH #346Interview

BORKNAGAR

Schaffe, schaffe, Häusle baue

Borknagar

Dass sich seine Band mit ihrem zehnten Album selbst übertroffen hat, ist Veteran Øystein Garnes Brun nicht ganz bewusst. Er hält sich selbst für einen schlichten Arbeiter und Klangarchitekten, obwohl er auf „Winter Thrice“ ganze Himmelszelte mit Gänsehaut überzieht.

Øystein, der Titel eures neuen Albums bezieht sich auf den Fimbulwinter als Eiszeit, die den Weltuntergang einläutet, richtig?

»Genau, das ist der Ausgangspunkt, aber man kann ihn vielfältig auslegen, so haben wir es mit unseren Texten schon immer gehalten. Darüber hinaus verweist „Winter Thrice“ auf unseren alten Song ´The Dawn Of The End´, und ich finde, dass ein Titel nicht bloß ein Motto sein, sondern auch verschiedene Assoziationen wecken sollte.«

Verbindet er die Inhalte der Stücke miteinander?

»Nicht nur das, er spannt einen Bogen über BORKNAGARs gesamte Laufbahn. Ich würde ungern etwas veröffentlichen, das sich nicht auf unsere Vergangenheit beziehen lässt. Darum haben wir links auf dem Cover auch Elemente von „The Olden Domain“ eingebaut, und ein älteres Lied von uns heißt nicht umsonst ´Universal´. Alles steht in einem geschichtlichen Zusammenhang, auch das neue Album.«

Und dessen Besetzung. Du hast alle Sänger zusammengetrommelt, die je mit euch im Studio waren, und jetzt kann man sich vor Melodien nicht mehr retten.

»Wir stecken eine Menge Zeit und Arbeit in die Songs. Ich persönlich halte mich nicht zu lange mit dem Schreiben auf, sondern gebe nur den Rahmen vor, was diesmal knapp zwei Monate dauerte. Das...

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