RH #345Interview

ABBATH

O Brother, Where Art Thou?

ABBATH

Mit Immortal und seinem Mitstreiter Demonaz hat ABBATH die norwegische Black-Metal-Geschichte geprägt wie kaum ein anderer. Nun startet die charakteristische Rabenstimme solo durch – wenn auch nicht ganz freiwillig. Denn die Freundschaft zwischen den beiden Szene-Ikonen scheint endgültig zerbrochen zu sein.

»Ich werde niemals den Tag vergessen, als ich zum ersten Mal Demonaz getroffen habe, also Harald. Das war am 7. September 1988 bei einem Slayer-Konzert in der Rockefeller Music Hall in Oslo. Harald fuhr mit seinem weißen Ford Granada vor, und er hat nicht einmal das Gaspedal durchtreten können, weil überall irgendwelche Demo-Kassetten auf dem Boden herumlagen. Dafür konnte man ihn schon von weitem hören, weil er die Audioanlage bis zum Maximum aufgedreht hatte. Als er die Tür öffnete, fielen gleich ein paar Tapes heraus, und nachdem Harald ausgestiegen war, blickte er zu Boden und rief verzückt: „Och, da liegen ja auch ein paar Schätze herum...“ Demonaz in seiner Schrottkarre – das hat wirklich niemand toppen können.«

Es war der Beginn einer Freundschaft, die mit ihrem künstlerischen Output in den Kanon der Popkultur einging: Harald Nævdal alias Demonaz Doom Occulta und Olve Eikemo, besser bekannt als Abbath Doom Occulta bzw. ABBATH. Über zwei Jahrzehnte sind die beiden mit ihrer Band Immortal durch dick und dünn gegangen, waren zeitweise durch die Ehe von Abbath mit Demonaz´ Schwester sogar familiär miteinander verbunden und wurden nicht müde, in Interviews ihre...

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