RH #345From the Underground

ARIA

Mütterchen Metal

ARIA

2015 markierte das 30-jährige Bandjubiläum von ARIA, einer der ersten und immer noch erfolgreichsten russischen Heavy-Metal-Bands. Grund genug, mit Bassist Vitaly Dubinin einen Blick auf die Geschichte der Gruppe zu werfen.

Vitaly, wie ist eure Jubiläumsshow gelaufen?

»Ich schätze, dass es bislang das erfolgreichste „Ariafest“ gewesen ist. Wir absolvierten zwei ausverkaufte Shows in Moskau mit je 9.000 Zuschauern. Neben der regulären Show spielten wir einen Set mit ehemaligen ARIA-Musikern, und am nächsten Tag traten wir mit einem Sinfonieorchester auf.«

Wie populär seid ihr eigentlich in Russland und in den osteuropäischen Staaten? Wie viele Fans kommen zu euren regulären Konzerten?

»In den großen Städten wie Moskau oder Sankt Petersburg kommen normalerweise etwa 5.000 Leute, die Hallen in den kleinen Städten fassen üblicherweise etwa 1.000 Besucher. Wir spielen gelegentlich in anderen osteuropäischen Staaten, was wir aber eher als eine Art Touristentrip ansehen. Um ernsthaft über Tourneen außerhalb des Gebiets der ehemaligen Sowjetunion nachzudenken, müssten wir unsere Alben dort regulär veröffentlichen, wir bräuchten Agenten in diesen Ländern, um regelmäßig bei den maßgeblichen Festivals auftreten zu können, und wir müssten wohl vor allem mit englischen Texten arbeiten. Dennoch wollen wir im Frühjahr ein paar europäische Städte besuchen.«

ARIA waren eine der ersten russischen Bands, die Heavy Metal machten. Wie kam man zu Sowjetzeiten auf diese Idee?

»Ich bin zwar erst 1987 zu...

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