RH #344ToneZone

»Ich war echt baff!«

Wolf Hoffmann

Wolf, ich staune, dass ihr mit dem „Kemper Profiler“ einen digitalen Amp live einsetzt. Wenn man den Musikstil und die Historie von Accept berücksichtigt, hätte ich eher darauf getippt, dass du Röhren-Purist bist...

Wolf: »Nein, ich bin neuen Sachen gegenüber sehr aufgeschlossen. Wir spielen viele Shows weltweit, zu denen man mit dem Flugzeug anreist, zum Beispiel in Südamerika oder Fernost. Da sind schwere, große Geräte eher unpraktisch und natürlich auch entsprechend teuer im Transport. Und Leih-Equipment ist auch nicht ganz ohne, da weiß man nie, was am Ende auf der Bühne steht. Der „Kemper“ wurde mir von Leuten in Nashville empfohlen. Man meinte, das Gerät könne meinen original Röhren-Sound speichern, und ich könne den dann überall hin mitnehmen. Für mich klang das fast wie Science Fiction, ich war extrem skeptisch. Aber die Jungs ließen nicht locker und machten eine Vorführung bei mir zu Hause im Studio. Was soll ich sagen? Ich war echt baff! Das ist jetzt drei Jahre her, ich war wohl einer der Ersten in der Metal-Szene, die damit gearbeitet haben. Ich habe das Gerät auch unserem Produzenten Andy Sneap gezeigt, der ähnlich argwöhnisch war. So ein Test ist ja schnell gemacht. Du brauchst ja nur eine Gitarrenspur aufzunehmen, machst ein „Profile“ dieses Setups und spielst ein kleines Stück mit dem „Kemper“ per Drop-in. Und dann hörst du keinen Schnitt! Seitdem gibt es nichts anderes mehr für mich. Wir haben die letzten beiden Platten komplett damit eingespielt. Meinen regulären Verstärker benutze ich gar nicht mehr.« ...

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