RH #344ToneZone

Die Wunderwaffe

Christoph Kemper

Weltweit tüfteln Ingenieure an neuen Innovationen für Musiker, doch nur selten gelingt dabei der große Wurf, denn alles Erdenkliche scheint bereits erfunden und hergestellt zu sein. Christoph Kemper hat mit dem Verstärker, der seinen Namen trägt, einen solchen Volltreffer gelandet. Zu seinen begeisterten Kunden gehören Profis wie Wolf Hoffmann (Accept), Alex Skolnick (Testament), Steven Wilson und Gary Holt (Exodus, Slayer). Um das Hauptquartier von Kemper zu besuchen, fährt man allerdings nicht nach London, Berlin oder ins Silicon Valley, sondern ins bescheidene Recklinghausen.

Die Liste der Musiker, die den „Kemper Profiler“ für sich entdeckt haben, ist indes noch wesentlich länger: Heaven Shall Burn, Trivium, Death Angel, Amon Amarth, Die Toten Hosen, Saxon, Paradise Lost und, und, und. Im Grunde genommen ist der „Profiler“ ein Digital-Verstärker, dessen herausragende Eigenschaft das „Profiling“ ist, das „Messen“ von Studioketten über Testtöne. Vorverstärker, Verstärker, Boxen, Mikrofone, Kabel – das alles kann in unendlichen Konstellationen stundenlang aufgebaut werden. Doch der „Profiler“ benötigt nur zwei, drei Minuten, um zu messen, wie sich das vermeintliche Gitarrensignal in der Kette verhält, und speichert dann einen Datensatz mit einigen hundert Parametern. Stöpselt man seine Gitarre anschließend in den „Kemper“, klingt das erzeugte Signal identisch mit dem des Originalaufbaus. Für Profis heißt das, dass sie ihre Lieblingssounds aus dem Heimstudio, aber auch...

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