RH #344RH vor 10 Jahren

Gott sei Dank

Rock Hard 224

Wie sehr sich die Welt in der letzten Dekade verändert hat, merkt man, wenn einem in unserem Januar-2006-Heft an allen Ecken und Enden ziemlich verstaubtes Vokabular entgegenspringt.

„Minidisc“, „Satellitenradio“, „Nu Metal“, „Screamo“, „Techno-Death“, „metalcorig“, „in Zeiten des Internets“, „3,80 Euro für einen halben Liter Bier (Wucher!)“ und - grusel - GOOD CHARLOTTE. Außerdem wird ein gewisser Michael Poulsen als Ex-Dominus-Sänger/Gitarrist vorgestellt, der jetzt „Hellvis-Metal“ spielt und ´ne neue Band hat: VOLBEAT heißt sie und eröffnet das Arnheim Metal Meeting vor ´ner überschaubaren dreistelligen Zuschauerzahl.

Extremes Heimweh oder schlichtweg nicht alle Latten am Zaun hat MORTICIAN-Chef Will Rahmer. Während der Europatour mit Blood Red Throne und Akercocke entführt der Kerl in Polen ein Taxi Richtung Berlin, um von dort in die USA zurückzufliegen. Der Trip endet allerdings in einem polnischen Knast.

So was kann NEAL MORSE nicht passieren. Der ehemalige Spock´s-Beard-Boss lässt sich nur vom Herrgott persönlich durchs Leben kutschieren. Touren? »Mal sehen, wohin Gott mich führt.« Weitere Pläne? »Ich lasse mich in meinem Tun ganz von Gott leiten.« Wie wäre es mit einem Projekt mit den US-Extremisten BECOMING THE ARCHETYPE? Die hauen in eine ähnliche Kerbe: »Jesus ist der Prototyp, der Anfang von allem, die Fleischwerdung der Menschlichkeit. Als Christen muss es unser Ziel sein, so zu werden wie er.« Es bietet sich auch eine innige Brieffreundschaft mit „Film-Beau“...

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