RH #344Krach von der Basis

LOST SOUL

Kosmische Sex-Magie

Lost Soul

Neben den ganzen Classic- oder Old-School-Death-Metal-Releases sollte man die technisch orientierte und modern produzierte Verwandtschaft nicht aus den Augen lassen. Sonst könnte es passieren, dass man eine Genre-Sternstunde wie „Atlantis: The New Beginning“ von LOST SOUL verpasst. Die Polen verbinden auf ihrer neuesten Platte Brachialität mit einem epischen Science-Fiction-Vibe, der sich aus dem Interesse des Bandleaders Jacek Grecki für die Thematik speist.

Jacek, der Titel „Atlantis: The New Beginning” und die Songtitel suggerieren, dass es sich bei eurer neuen Platte um ein Konzeptalbum handelt.

»Es handelt sich in der Tat um ein Konzeptalbum. Abgesehen von unserem Debüt sind alle Alben Konzeptwerke. Ich müsste lügen, wenn ich behaupten wollte, dass die „Atlantis...“ zugrundeliegende Geschichte nichts mit der gleichnamigen Arbeit von Aleister Crowley zu tun hätte. Die Art, wie Crowley die wahre Bedeutung seiner Werke zu verdecken wusste, hat mich dazu inspiriert, meine eigene Version der sexuellen Magie zu kreieren, die ich um ein paar zusätzliche Ebenen und ein bisschen Science Fiction erweitert habe. Jeder Planet unseres über die Jahrmillionen abkühlenden Sonnensystems wird von einem Geschlecht atlantischer Könige bewohnt, die zur Sonne streben. Jeder Planet wird durch einen Song repräsentiert und hat eine eigene Geschichte. Die ganze Story stellt eine antireligiöse Analogie dar, und jedem Song liegt eine ablehnende Haltung gegenüber religiösen Gesetzen zugrunde....

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