RH #344Interview

SUNN O)))

Riff ist Chef

Sunn O)))

Greg Anderson ist kein verstiegener Intellektueller, sondern bodenständig, im Interview gutgelaunt und sehr gesprächig. „Kannon”, seine neuste halbe Stunde Gedröhn mit Langzeitpartner Stephen O´Malley, verlangt ihm einige Lacher ab, denn merke: Nichts ist so ernst wie das Leben, und Kunst soll es bereichern, nicht verkomplizieren.

Greg, ihr habt auf eurem neuen Album ein weiteres Mal mit Mayhems Attila Csihar als Sänger gearbeitet. Wie wichtig ist er mittlerweile für SUNN O)))?

»Sehr wichtig, vor allem im Hinblick auf die Texte. Er war aber von Anfang an in die Entstehung der Musik eingebunden und hatte auch die Idee zum thematischen Konzept. Der Titel „Kannon” ist Chinesisch, glaube ich, weil sich das Stück um fernöstliche Religion und Buddhismus im Besonderen dreht. Es ist unser erstes Album mit Gesang von Anfang bis Ende, und zwar in erster Linie von Attila, der seine Stimme mehr denn je wie ein zusätzliches Instrument einsetzt. Stephen und ich machen eigentlich von jeher nur Musik, ohne uns um Inhalte zu scheren, wohingegen Attila dieses verkopfte Zeug einbringt. Diesmal hatte Stephen nur Ideen auf Demos und den Titel parat; jetzt sieh, was daraus geworden ist.«

Ein für eure Verhältnisse richtig kompaktes Album.

»Und ein Gemeinschaftswerk, wie man es von uns noch nicht gehört hat. Es zeigt im Kern drei Musiker, wobei die Impulse von Attila ausgingen und gemeinsam diskutiert wurden. Randall Dunn, unser alter Live-Mischer, der uns seit etwa neun Jahren auch im Studio...

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