RH #344Interview

THE TEMPERANCE MOVEMENT

Alles außer Metal

The Temperance Movement

Im völlig unübersichtlichen Retro-Sumpf trennt sich endlich die Spreu vom Weizen. Die Engländer THE TEMPERANCE MOVEMENT werden definitiv zu den Überlebenden gehören. Sie haben mit „White Bear“ ein starkes neues Album in petto, und Frontmann Phil Campbell besitzt kauzige Starqualitäten.

THE TEMPERANCE MOVEMENT können authentisch die Classic-Rocker raushängen lassen, bewegen sich jedoch deutlich geschmeidiger, wenn sie sich etwas zurücknehmen, nahezu fragil agieren und noch weiter in der Vergangenheit wildern als das Gros der Früher-war-alles-besser-Konkurrenz. Inszeniert wurde „White Bear“ passenderweise mit einem authentisch-transparenten Livesound. Darüber möchte Mr. Campbell jedoch nicht reden und überprüft zunächst, wie gut sich sein Interviewer vorbereitet hat.

»Was gefällt dir denn an der neuen Platte?«, nuschelt er in einem dieser britischen Dialekte, die immer ein bisschen schrullig klingen, wenn man sie denn überhaupt versteht. Aber dem Herrn kann geholfen werden: Ich finde euch am besten, wenn ihr mit anderen Stilen kokettiert und beispielsweise Gospel-Gesang einbaut.

»Ja, damit haben wir uns echt Mühe gegeben. Danke, dass du es magst.«

Der Funk-Vibe von ´Battle Lines´ ist ebenfalls ziemlich klasse.

»Den Song liebe ich. Besonders die Basslinie (er singt sie kurz an). Der Groove ist super. Das ist irgendwie Country-Funk.«

Aha.

»Ja, ja, auf jeden Fall. Du bewegst dich zu dem Song wie zu einem Disco-Stück, aber es ist nicht Disco, sondern eher Swamp-Rock oder...

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