RH #343Krach von der Basis

GRAVE RITUAL

Heidnisches Bettgeflüster

GRAVE RITUAL

Experiment: stumpfer Metal, hochtrabende Fragen. Versuchsobjekt Ryan Evans bestand unseren Test mit „Morbid Throne“ in der Hinterhand spielend.

Ryan, ihr stammt aus Alabama. Wie passen GRAVE RITUAL in die dortige Musikszene, die von Metalcore und christlichen Bands geprägt ist?

»Ganz einfach: Wir sind der vollkommene Gegenentwurf zu diesem Scheiß, der seine Hardcore-Wurzeln ewig weit hinter sich gelassen hat. Die Bands der 1990er ließen sich sowohl vom Metal als auch vom alten Punk beeinflussen, weshalb man bei solchen wie Sheer Terror oder Integrity eine Menge von Celtic Frost und Hellhammer hört. Als wir unter dem Namen Meathole Infection anfingen, waren Truppen wie Bring Me The Horizon immer noch sehr populär. Wir wollten immer einen Schritt weit voraus sein und uns abgrenzen, also war das genau die richtige Zeit, um sich althergebrachten Death Metal vorzunehmen, was ja auch andere neuere Bands wie Anatomia, Teitanblood und Necrovation getan haben.«

Mal zu den Texten der neuen Songs: Besagt ´Throne Of Continuum´, dass ihr gekommen seid, um zu bleiben?

»Eigentlich geht´s um die Ausweitung des Universums, bis alles gefriert und die Schwerkraft nichts mehr zusammenhält. Außerdem stelle ich die Theorie auf, dass sich ein Schwarzes Loch im Mittelpunkt des Weltalls befindet, besetzt von einer Gottheit, der Leben, Materie und all das völlig gleich sind.«

Handelt ´Autonomous Death´ von Selbstmord?

»Das Stück entstand schon vor mehreren Jahren und wäre fast auf unserem Debüt...

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