RH #343Krach von der Basis

DIE CHOKING

»Dann hol dir halt ´ne Meat-Loaf-Scheibe!«

DIE CHOKING

Schon mit der letztjährigen 7“-EP „II“ hinterließen DIE CHOKING eine gehörige Duftmarke im Grindcore-Bereich. Der Albumeinstand „III“ setzt in puncto Rasanz und Brutalität noch mal einen drauf.

Die Gefahr einer Überdosis an Geschwindigkeitsrausch besteht bei DIE CHOKING nicht, denn das amerikanische Trio haut einem seine aktuellen elf Songs in etwas weniger als einer Viertelstunde um die Ohren.

»Ha! Das ist halt Grindcore. Wenn du ein Dutzend Fünf-Minuten-Songs willst, hol dir ´ne Meat-Loaf-Scheibe. Wir haben die Fettränder abgeschnitten. Keine langweiligen Zwischenstücke, keine Zeitverschwendung«, klärt uns Drummer Joshua Cohen über den kompakten Ansatz auf. »Ich finde aber schon, dass es trotz der kurzen Spielzeit für den Hörer viel zu entdecken gibt. Zu viele Bands schreiben zu lange Songs und spielen zu lange Sets. Ich bevorzuge eher einen kurzen Set mit komplexen, schnellen Songs.«

Paul Herzog, der Mann am Bass und Mikrofon, der sich auf Deutsch als Herzog der Barbar vorstellt, fügt philosophisch hinzu:

»Zeit ist relativ. Was für den Hörer von außen ein Sekundenbruchteil ist, kann sich für uns bei der Ausführung viel länger anfühlen.«

Über die Feststellung von außen, dass das regelrechte Dauerfeuer von „III“ weniger Luft lässt als die vorangegangene EP, bei der schon mal ein lässiger Groove-Part vorkommen konnte, sind sich die beiden allerdings nicht ganz einig. Der Schlagzeuger stimmt zunächst zu:

»Wir versuchen halt, als Musiker besser zu werden, was mehr...

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