RH #343Interview

OPERATION: MINDCRIME

Hund oder Auto?

OPERATION: MINDCRIME

Geoff Tate ist ein mutiger Mann. Während seine ehemaligen Kollegen mit einer ordentlichen, aber konventionellen Platte auf Nummer sicher gehen, veröffentlicht der ehemalige Queensryche-Frontmann unter dem Namen OPERATION: MINDCRIME ein sehr spannendes, komplexes, aber auch alles andere als leicht zugängliches Konzeptalbum, das den ersten Teil einer Trilogie darstellt. Dazu passend spricht der Frontmann, der sich als sehr freundlicher und höflicher Interviewpartner herausstellt, mit der Gelassenheit von jemandem, der niemandem mehr etwas beweisen muss.

Zunächst einmal: Warum hast du gerade diesen Bandnamen gewählt? Natürlich ist es der Name eines bekannten und beliebten Albums, andererseits aber hängen auch ganz schön viele Erwartungen daran.

»Meines Erachtens kann man sich nie sicher sein, was die Leute erwarten. Und weil man letztlich keine Vorhersagen machen kann, lohnt es sich auch nicht, darüber nachzudenken. Der Name soll ausdrücken, für was ich stehe, nämlich Konzeptalben, die Geschichten erzählen. Wobei ich auch eher OMC benutze, weil OPERATION: MINDCRIME dann doch ziemlich lang ist (lacht).«

Worum geht´s denn in der Geschichte von „The Key“?

»Hast du Kinder? Wenn man Kinder hat, ist es ein wenig so, als würde man sie programmieren. Wobei ich mit „programmieren“ meine, dass man ihnen etwas beibringt, zum Beispiel Definitionen. Man sagt ihnen etwa, was ein Auto ist und was ein Hund. Auf diese Weise definiert man, was ihre Realität ist, und sie selbst erweitern das...

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